Am 09. November 1989 fiel die Mauer. Bereits kurze Zeit später, im Februar 1990, wurde in Berlin auf Initiative und unter der Leitung des Rechtsanwalts und Notars Dr. Wolfgang Probandt ein Verein gegründet, der die berechtigten Interessen der Eigentümer und ehemaligen Eigentümer von Grundstücken in der DDR wahrnehmen und vertreten sollte, die IGE. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt stand fest, daß es geboten war, die Politik in Ost und West auf eine Rückgabe des zu Unrecht enteigneten oder beschlagnahmten Grundbesitzes zu verpflichten; einen gerechten und sozialverträglichen Ausgleich zwischen den Interessen der sogenannten Alteigentümer und den berechtigten Interessen der Bürger der DDR zu gewährleisten; eine Verschleuderung des Grundbesitzes anläßlich der Auflösung der DDR zu verhindern; eine gerechte Entschädigung - möglichst in Sachwerten - für diejenigen zu erreichen, die ihr Grundstück wegen objektiver Unmöglichkeit oder wegen berechtigter Interessen Dritter nicht zurück erhalten würden.

Die geschichtliche Entwicklung - von Modrow Erlaß bis zum Kampf über Ersatzgrundstücke hat den Gründern der IGE Recht gegeben. Bis heute engagiert sich die IGE deshalb im Sinne ihrer Satzung für die Rechte der Eigentümer von Grundstücken in der (ehemaligen) DDR:

Die Tätigkeit der Interessengemeinschaft bezieht sich auf die gesamte Bandbreite des Vermögensgesetzes. Die Interessengemeinschaft unterstützt die Interessen ihrer Mitglieder bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche auf Rückübertragung in der ehemaligen DDR belegener Vermögenswerte, gleich, auf welcher Grundlage der Eigentums- oder Besitzentzug durch staatliche Stellen der DDR erfolgt ist, sowie ihrer Ansprüche gegenüber den Nutzern nach erfolgter Rückübertragung.